Flaggen-Kult

was für eine flagge zeigt das leipziger bündnis gegen antisemitismus?
die iranische! Nein keine antisemiten und anhänger einer Gottesdiktatur, sondern wachechte monarchisten, denn nicht die flagge der islamischen rebublik, sondern die des iranischen staats unter herrschaft des schaahs, wird hier frohgemut durch die gegend geführt(vgl. hier). wie man auf solch reaktinären schwachsinn kommt bleibt mir unklar, klar ist scheinbar auch die jungs und mädchen ihre hausaufgaben in punkto flaggenkunde nicht gemacht haben, so steht das grün der flagge wohl für den islam, das weiss für die den frieden und das rot für für mut und tapferkeit, für die des iranischen volkes steht auch der löwe, usw. usf.
was umtreibt leute die von sich behaupten kommunisten zu sein bei solch einem schwachsinn?
entweder wohl dummheit und unwissen, also politik und identität oder aber es ist im laufe der zeit die einsicht verlorengegangen, dass die guillotine die passende umgangsform für könige und kaiser, auch von persien, darstellt.

15 Kommentare

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  1. 1. Seit wann behaupten die Mitglieder des BGAL von sich, kommunistisch zu sein? Das spielt für deren Anliegen doch gar keine Rolle, nee, Kommunist zu sein wäre sogar hinderlich dafür.

    2. Warum soll das BGAL diese Flagge(n) gezeigt haben? Die trug jemand bei einer Kundgebung, als deren Mitorganisatoren das BGAL auftrat. Da waren noch 200 Leute rundrum, die wirklich nicht alle dem BGAL zugeschlagen werden können.

    Ohje, schlechte Denunziation, uglyplant. Kritisier doch lieber mal, was die politisch umtreibt, statt nachzufahnden, wer wann welche Fahnen trug.

    Comment von ronny_not_rossi — 17. Juli 2007 @ 19:20

  2. schon von der kleidung her sehen die träger der flagge nicht so aus, als würden sie dem bgal angehören. ist es nun eine dreiste lüge (der denunziation wegen) oder nur naive unwissenheit? wer weiss …
    bilder zum vergleich (die quelle, die du lieber nicht mit angibst, da sie deiner denunziation ja hinderlich sein könnte): http://www.israel-soli.de/

    Comment von tee — 17. Juli 2007 @ 20:47

  3. Dass ADs gemeinsam mit Fans des Schahregimes demonstrieren, ist nichts neues: http://de.indymedia.org/2006/06/149690.shtml

    Comment von jinjin — 17. Juli 2007 @ 21:31

  4. „schon von der kleidung her sehen die träger der flagge nicht so aus, als würden sie dem bgal angehören.“

    Fangen wir doch mal mit den Äusserlichkeiten an…

    Comment von Kenneth Star — 18. Juli 2007 @ 01:31

  5. och ja, zieh dich noch dran auf …
    … und fang bei den bildern ruhig mit den inhalten an, wenn du magst.

    Comment von tee — 18. Juli 2007 @ 02:08

  6. Jo, Inhalt ist gut. Also was hat eine iranisch reaktionäre Flagge auf einer „linksradikalen“ Demo verloren? Welcher Zusammenhang besteht hier zum Staat Israel? Die Demonstration wollte ja durch ihre Beflaggung auf eine prinzipielle Solidarität mit diesem nationalen Konstrukt aufmerksam machen. Inwieweit ist es dieser gewollten symbolischen Wirkung zuträglich, wenn gleichzeitig Staatssymbole geschwenkt werden, die offen anti-israelische und anti-semitische Positionen verdeutlichen? Richtig: Gar nicht. Äußert sich darin etwa eine neue, tollerantere Haltung? Leider nein, höchstens die Unachtsamkeit und Gleichgültigkeit einer degenerierenden Identitätspolitik, die schon als gleich erkennt, was keine deutsche Fahne schwenkt.

    In diesem Sinne

    fight dogmatism
    move your brain
    eat your flags

    clov

    Comment von clov — 18. Juli 2007 @ 14:19

  7. clov: du hast es nicht gecheckt: die zeigen die fahne des massenmörder-schah-regimes, weil der brav jede sozialistische oder auch nur sozial-reformerische opposition im blut erstickt hat. das gilt denen als vorbildlich.

    Comment von banane — 18. Juli 2007 @ 15:48

  8. @Banane

    Ich bin ein Freund der Differenzierung, deswegen sehe ich zwischen denen und jenen nur diese welche und urteile nach dem Prinzip der Billigkeit.

    Zum Thema sei empfohlen:

    B.Brecht, „Die Rundköpfe und die Spitzköpfe“, Suhrkamp, Frankfurt (M.), 1979 [1936]

    Comment von clov — 18. Juli 2007 @ 16:10

  9. 1. Seit wann behaupten die Mitglieder des BGAL von sich, kommunistisch zu sein? Das spielt für deren Anliegen doch gar keine Rolle, nee, Kommunist zu sein wäre sogar hinderlich dafür.

    die machen ein seminar zum thema materialistische staatskritik und israel. zum einem mit joachim bruhn der ausgewiesenermaßen kommunist ist und zum anderen ist das kein thema das idealistische gutmenschen und religiöse spinner umtreibt. da habe ich mir, dreist wie ich bin, überlegt wer könnte noch israelsolidarisch sein und das weder aus religiösen gründen, noch aus gutmenschlichen, dabei bleiben dann bei mir kommunisten übrig. genau das übrignens ist der inhalt des seminares. auch die menschen die das israel soli plakat bei der veranstaltung gehalten haben, sehen nicht grade nach orthodoxen juden aus, sondern zumindest so wie die antifas hier bei uns in nrw rumrennen. das sich das foto am anfang befindet und das einzige fotografierte transpi ist, vermittelt doch irgentwie den eindruck es handle sich dabei um mitglieder des bündnisses, oder?

    2. Warum soll das BGAL diese Flagge(n) gezeigt haben? Die trug jemand bei einer Kundgebung, als deren Mitorganisatoren das BGAL auftrat. Da waren noch 200 Leute rundrum, die wirklich nicht alle dem BGAL zugeschlagen werden können.

    zumindest findet sich die flagge auf 4 von 6 fotos auf der homepage, die menschen neben dem flaggenträger (der ja nur von hinten zu sehen ist) machen den selben mobaction klamotten eindruck wie die antifas die das transpi halten und unbequem scheint dem büdniss die fahne nichtgewesen zu sein, denn weder wurde sie entfernt, scheint sie auch nur im nachhinein peinlich zu sein (s.o.)

    Ohje, schlechte Denunziation, uglyplant. Kritisier doch lieber mal, was die politisch umtreibt, statt nachzufahnden, wer wann welche Fahnen trug

    .

    ich habe wenig ambitionen irgendetwas nachzufahnden, schließlich bin ich kein bulle. ich bin zufällig auf das foto gestoßen und wozu soll ich mir ellen lange flugblätter durchlesen, wenn schon die fotos auf der seite mich abstoßen. es lohnt sich schließlich hin und wieder den leuten nicht auf die babbel sondern die pfoten zu schaun ;)

    @ die quelle findet jeder der nicht zu doof ist die rechte maustaste zu benutzen, hier wird nix versteckt, auch googln hilft sicher die seite des bündnisses zu finden. im übrignen stehn die personen auf mindestens einem bild mit 2 antifas zusammen. sollte das zufall sein bleibt immer noch die frage warum solche fahnen auf „linksradikalen demos“ geduldet werden.

    Comment von ugly — 18. Juli 2007 @ 18:02

  10. genau das übrignens ist der inhalt des seminares. auch die menschen die das israel soli plakat bei der veranstaltung gehalten haben, sehen nicht grade nach orthodoxen juden aus, sondern zumindest so wie die antifas hier bei uns in nrw rumrennen. das sich das foto am anfang befindet und das einzige fotografierte transpi ist, vermittelt doch irgentwie den eindruck es handle sich dabei um mitglieder des bündnisses, oder?

    […] die menschen neben dem flaggenträger (der ja nur von hinten zu sehen ist) machen den selben mobaction klamotten eindruck wie die antifas die das transpi halten […]
    blaue jeans, weisses t-shirt – mobaction? na vielleicht in nrw …

    die quelle des bildes bildet leider nicht die quelle deiner behauptungen.
    wenn ich noch mal zitieren darf:

    was für eine flagge zeigt das leipziger bündnis gegen antisemitismus?
    die iranische! […] was umtreibt leute die von sich behaupten kommunisten zu sein bei solch einem schwachsinn?

    dein vorwurf trifft’s also einfach nicht. die frage ist nicht was sie umtreibt solche flaggen zu tragen, sondern was sie umtreibt solche demos mit tolerierung solcher flaggenträger zu veranstalten …

    und sowieso: wo behaupten sie denn von sich, kommunisten zu sein???
    wie wär’s mal mit ’ner quelle statt nur behauptungen?

    Comment von tee — 18. Juli 2007 @ 21:01

  11. die machen ein seminar zum thema materialistische staatskritik und israel. zum einem mit joachim bruhn der ausgewiesenermaßen kommunist ist und zum anderen ist das kein thema das idealistische gutmenschen und religiöse spinner umtreibt

    Bei Bruhn wäre ich mir da aber nicht so sicher. Ingo Elbe hat schön zusammengefasst:

    In der Marx-Rezeption der letzten Jahrzehnte läßt sich bei allen theoretischen Fortschritten auch eine Tendenz ausmachen, die Ökonomiekritik in theologischer Manier zu lesen. Wert, Geld und Kapital werden nach dem Vorbild des christlichen Gottes oder seiner modifizierten Hegelschen Variante konzipiert, das ganze dann als ‘Positivismus’ oder gar ‘Theoriekritik’ verkauft. Als sei Religionskritik die Konstatierung und moralische Ablehnung eines real existierenden personalen Gottes, wird Kapitalkritik als Konstatierung und moralische Ablehnung eines real existierenden logischen Widerspruchs verstanden, demzufolge „4=5“, „ein Ding zugleich und in derselben Hinsicht Nicht-Ding“ sei usf. Dies ist nicht nur Resultat einer spezifisch deutschen Vorliebe für die „mysteriöse Komposition von Gegensätzen“ (Feuerbach), sondern auch einer Konfusion hinsichtlich der Abstraktionsebenen der Darstellung im ‘Kapital’ und einer Verwischung der Differenz von Formanalyse und Ideologiekritik. Kurz gesagt: Das, was Marx an bürgerlicher Geschichtsphilosophie und Politökonomie kritisiert, wird von marxistischen ‘Theologen’ für dessen eigene Position ausgegeben, Marx in einen pseudotiefsinnigen deutschen Ideologen verwandelt und dem Irrationalismus Tür und Tor geöffnet. Dagegen soll gezeigt werden, daß Marx’ werttheoretische Grundbegriffe mit dem „credo quia absurdum est“ marxistischer Theologie nichts zu tun haben und eine wissenschaftliche Analyse der Formen des gesellschaftlichen Reichtums keineswegs einer Rationalisierung ihres Gegenstands gleichkommt.

    Comment von abdel kader — 18. Juli 2007 @ 21:14

  12. ich probier’s halt einfach nochmal:

    schau doch mal bitte in deinen spamfilter und stelle (wenn möglich) meinen ersten langen kommentar wieder her. danke …

    [ugly:sry, bin ‚etwas‘ beschäftigt gegenwärtig, kann also etwas dauern bis mir auffällt das es kommentare gibt oder sich etwas im spamfilter verfangen hat.]

    Comment von tee — 18. Juli 2007 @ 22:49

  13. „… eine wissenschaftliche Analyse der Formen des gesellschaftlichen Reichtums keineswegs einer Rationalisierung ihres Gegenstands gleichkommt.“

    @abdel

    *lupe vorzerr* WO liegt da nochmal bitte der Unterschied? Die einen haben recht, die anderen lügen oder wie? Das scheint mir doch eher eine typisch deutsch ‚mystifizierende Komposition von Gegensätzen‘ (Feuerbach) zur Heilsrettung Marxens. Naiver Positivismus ist es beiden Fällen …

    clov

    P.S.: Hoffentich kannste auch erklären, was Du zitierst^^

    Comment von clov — 19. Juli 2007 @ 21:47

  14. […] die menschen neben dem flaggenträger (der ja nur von hinten zu sehen ist) machen den selben mobaction klamotten eindruck wie die antifas die das transpi halten […]
    blaue jeans, weisses t-shirt – mobaction? na vielleicht in nrw …

    der kollege mit der schwarzen kappe und der antifa fahne und der mensch mit dem mikro passen durchaus in das schema.

    dein vorwurf trifft’s also einfach nicht. die frage ist nicht was sie umtreibt solche flaggen zu tragen, sondern was sie umtreibt solche demos mit tolerierung solcher flaggenträger zu veranstalten …

    macht meines erachtens a) keinen unterschied und b) habe ich oben bereits näher erläutert warum ich auf den verwegenen gedanken kam, es handle sich um mitglieder des leipziger bündnis gegen antisemitismus.

    und sowieso: wo behaupten sie denn von sich, kommunisten zu sein???
    wie wär’s mal mit ‘ner quelle statt nur behauptungen?

    soll ich jetzt die flugblätter und aufrufe des bündnis nach zitaten durchforsten? oder besser bei der korrespondenz und gesprächen der mitglieder beginnen? es lohnt sich zu lesen was ich oben geschrieben habe: erklär mir doch bitte warum jemand der mit kommunismus nichts am hut hat ein entsprechendes seminar veranstaltet.

    @abdel kader

    ich möchte weder, noch erfülle ich die sagen wir geistigen vorraussetzungen dafür, hier in eine marxologische diskussion zwischen ingo elbe und joachim bruhn einzusteigen.
    ich bin zwar der ansicht das der akademische marxismus, den ich nunmal ingo nach dem was und wie er es darlegt zuordnen würde, durch teile von dem was er hervorbingt, seine berechtigung hat, glaube aber das es unterschiede zwischen kommunistischer kritik und (meinetwegen auch kritischer) marx-exegese gibt. das werk von marx und engels ist weder die vorraussetzung noch dessen verbreitung das mittel der revolution.
    ich will in erster linie nicht wissen wie diese gesellschaft funktioniert, sondern sie endlich loswerden. das das einziger noch uns bleibende praktische mittel in diese auseinandersetzung heute die kritik ist, ist eher ein trauriger umstand; wären die arbeiteraufstände des letzten jahrhunderts nicht gescheitert, bräuchten wir uns heute nicht mehr den kopf über marx und adorno zu zerbrechen. immerhin habe ich bessere gründe für die revolution als eine theorie, überhaupt gibt es diese nur und intressiert mich diese nur in sofern sie irgentwie der revolution dienlich ist.

    Comment von ugly — 19. Juli 2007 @ 21:54

  15. Was soll dieser antiiranische text? Die fahne mit dem lwen drauf, muss nicht unbedingt royalistisch sein, vor allem weil die krone fehlt. Auerdem ist das iranischen volk nicht antisemitisch, ganz im gegenteil, der iran hat die grte jdische gemeinde in der islamischen welt und bei uns werden keine synagogen und rabiner angegriffen. Ferner ist israel sogar der natrlichste strategische partner des irans. Im Iran-Irak-krieg lieferte die IDF der iranischen luftwaffe ersatzteile fr die phantomjets. Nur weil eine kleine gruppe von mullahs und islamisten das iranische volk als geisel genommen hat und den islamischen faschismus propagiert, heit das noch lange nicht, das wir iraner nicht solidaritt mit israel zeigen drfen!
    Lang lebe der Iran! Lang lebe Israel!

    Comment von iraner — 19. Oktober 2007 @ 12:18

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