…“sich selbst zumachen“…

„Ich komme mir vor als spielte ich irgent ein Spiel dessen Regeln ich nicht verstehe, sie kommen mir vor als wären sie von den falschen leuten gemacht. nein son quatsch die macht ja niemand, die scheinen sich selbst zumachen.“

dustin hoffmann als ben in „die reifeprüfung“

„When people criticize Zionism, they mean Jews“

„… You declare, my friend; that you do not hate the Jews, you are merely ‚anti-Zionist‘. And I say, let the truth ring forth from the high mountain tops, let it echo through the valleys of God’s green earth: When people criticize Zionism, they mean Jews — this is God’s own truth.“

in m.l. king jr., „letter to an anti-zionist friend,“ saturday review (august 1967), pg. 76 reprinted in m.l. king jr., „this i believe: selections from the writings of dr. martin luther king jr.“ via ha‘mikdash

…progress iraq

Im Irak werden 1112400 Megawatt pro Stunde produziert, was 13,3 Stunden Elektrizität pro Tag entspricht und deutlich über den 10 Stunden täglich des letzten Jahres liegt. Auch liegen diese 1112400 Megawatt, 17% über dem Höchstwert unter Saddam – und das obwohl in Husseins Regime niemand Anschläge auf Elektrizitätswerke verübte.

ganzer artikel bei morgenthau

braten sie beide installations-cds (oder eine beliebige andere cd oder cd-rom)

heute kam meine amazonbestellung, mit dabei: jérôme minière – „chez herri kopter“. und die platte begeistert. daher kommt sie nicht verpackt als kunst sondern als das was sie ist: als ware, als dienstleistung. der kunde ist gott. das album ist „explezites marketing“, die songs erzählen von fantasieprodukten die einem vielleicht, dem kunden, per markt vorgewurfen wurden und ihren sorgen zu gefallen um zu verweilen und schutz vor ihm, dem markt. sie erzählen von poesie und philosophie die die besten produkte in ihrem segment sind und von geschäften, die es nicht gibt di dafür aber nachdem großen sturm stille verkaufen die nichts kostet. dazu: ein toller sound und ein handbuch. auch wenn die deutschsprachige presse am sück „une novelle vie“ (avec j. christ) ihren antiimperialismus feiert und schreibt: „Jesus Christus. Der hat sein Geld an der Börse verdient, lässt es dort für sich arbeiten und versteckt sich ansonsten – wo sonst! – in den Vereinigten Staaten.“ das geld für einen arbeiten könnte ist natürlich unfug, die interpretation der deutschen antiimperialisten die bei dem track sofort an angloamerikanisches finanzkapital denken dafür auch. „warum die usa? weil sich (im französischen) mein name darauf reimt:‘jésus christ, états-unis, nouvelle vie!‘“ beantwortet jesus um kunden-handbuch der firma herri kopter die frage selbst. das handbuch umfasst die gesamte kopter produktpallete die so tolle dinge wie eine „kostenlose wiederherstellung der fantasie bei vorlage ihres gehirns“ und die reperatur von „matten, glanzlosen und brüchigen gedanken“ verspricht.

selling what can‘t be sold
sellig even what has no name
and if you don‘t buy you die

…‘normalität‘ um jeden preis…

Nach dem Krieg darauf zu beharren, nichts gewußt zu haben, muß vermutlich als fortgesetzes Baharren darauf interpretiert werden, nichts wissen zu wollen. „Wir wußten nicht“ müßte also als „Wir wollen noch immer nicht wissen“ interpretiert werden. Das Wissen zuzugestehen – selbst als post factum erworbenes – hätte notwendig eine innere Distanzierung von vergagener Identifitkation erfordert und zu politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen geführt. Wären die Menschen nach dem Krieg für dieses Wissen offen gewesen, wäre vielleicht das, was ersichtlich fehlte, eingtreten: eine massive öffentliche Reaktion des Entsetzens und die Forderung nach gerrechter Strafe. Vielleicht wäre es für viele Nazibeamte, Staatsanwälte und Richter nicht möglich gewesen, weiterhin die gleichen Funktionen in der Bundesrepublik auszuüben. Ein antinazistischer Umschwung der Massen stand jedoch nicht auf der Tagesordnung. Das Ziel war ‚Normalität‘ um jeden Preis -eine Normalität, die ohne Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erreicht werden sollte.

postone in „antisemitismus und nationalsozialismus“ (redaktionell zusammengefügt von j.o.kleist 2005)

…‘deutsche revolution‘…

Auschwitz, nicht die Machtergreifung der Nazis 1933, war die wirkliche ‚deutsche Revolution‘, der versuchte ‚Umsturz‘ nicht nur der politischen Ordnung, sondern auch der bestehenden Gesellschaftsformation. Durch diese Tat sollte die Welt von der Tyrannei des Abstrakten befreit werden. Damit jedoch ‚befreiten‘ sich die Nazis selbst aus der Menschheit.

postone in „der holocaust und der verlauf des 20. jahrhunderts“

…von arbeit und überstunden…

machen überstunden krank und 8 stunden arbeit am tag glücklich?das überstunden ungesund sind ist sicher richtig, kein wunder: sogar die von der ig-metall gestellte frage ob arbeit krank macht lässt sich schließlich ganz einfach mit ja beantworten. ansonsten nichts neues….

Die Ärztegewerkschaft kritisiert eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 42 Stunden, Kürzungen beim Weihnachtsgeld und die komplette Streichung des Urlaubsgeldes.

…die ärzteschaft merkt nur was andre längst schon merken und zu einer kritik der arbeit, ware und des kapitalismus kann und will auch sie sich nicht aufraffen.